Samstag, 1. Februar 2020

Regression.

Regression – war ich der Mörder? Zwei Blicke auf ein vermutlich gleiches Ereignis.

Ich bin immer auf der Suche. Ich suche nicht den Sinn des Lebens. Ich suche mich selber. Ich habe schon viel von mir gefunden. Deswegen kann ich sagen, meine Suche war erfolgreich und geht weiter. Ich möchte hier über Regression (Rückführung) oder Meditation „Kind-Mutterleib“ erzählen. Viele sagen, das sind zwei unterschiedliche Sachen. Aber ich sehe es anders. Die Regression wird mit einem Leiter durchgeführt, die Meditation „Kind-Mutterleib“ macht man mit sich selbst. Regression wird auch in der Medizin benutzt um den Ursprung von Krankheiten zu erkennen. Die Ziele sind unterschiedlich, aber der Weg ist der gleiche. Wir gehen dabei in die Vergangenheit. Ich benutze hier das Wort Vergangenheit, weil es für Menschen mit 3D-Bewußtsein leichter verständlich ist.

Einmal begegnete ich einem interessanten Paar. Mikhail und Elena.
Wir wollen glauben, dass alles zufällig passierte. Lassen wir uns in dem Glauben. Warum nicht?

Mikhail und Elena hielten bezahlte Vorträge über Esoterik. Einige meiner Freunde besuchten diese Vorträge (Kurse) und waren von allem was sie hörten sehr begeistert. Sie erfuhren viele neue und interessante Dinge für sich, weil in diesen Kursen nicht nur erzählt wurde, sondern es wurden auch praktische Übungen durchgeführt. Meine Freunde, die meine aktive Meinung zu diesem Thema kannten, schlugen mir vor, diese Kurse auch zu besuchen. Aber sie waren nicht umsonst. Bezahlen für esoterische Kurse? Das kam für mich nicht in Frage. Nein. Damals gab es viele solcher Kurse. Ich wusste nicht, was in den Kursen neu für mich wäre, was sie mir erzählen könnten. Die meisten waren nur wie „Nudeln, die an den Ohren hängen“. Daher bat mein Freund Slawik Mikhail und Elena um Erlaubnis ihnen einmal kostenlos zuzuhören. Ich durfte zu einem Vortrag kommen und alles selbst auf mich wirken lassen. Was ich nicht wusste war, dass die Beiden das Kursgeld für den Bau einer Kirche sammelten.
Mikhail war die Säule, die Grundlage dieser Vorträge. In den Kursen sagte er fast nichts. Er saß bedächtig am Rande und beobachtete alles. Er war die Verteidigung dieser Kurse. Aber er leitete alle praktischen Übungen. Elena hielt mit Begeisterung die Vorträge und engagierte sich im Finanzbereich. Beide waren orthodoxe Gläubige.

Folgendes ereignete sich:
Am Abend nach der Arbeit traf ich mich mit Slawik in der U-Bahn. Er zeigte mir wo die Vorträge stattfanden und wir gingen in die Aula einer nahegelegenen Schule. Diesmal war das Thema der Vorlesung „Regression“. Ich hatte damit noch keine Erfahrung. Regression braucht immer einen Leiter. Den, der den Probanden mit seiner Stimme in die Vergangenheit führt und wieder zurück. In kritischen Situationen, z. B. Atemnot,  wird die Sitzung abgebrochen und der Proband aus der Trance geholt. Ich hatte in der Vergangenheit bereits Erfahrung mit der Meditation „Kind-Mutterleib“. Das langsame selbst zurückversetzen in die Kindheit bis in den Mutterleib. Im Eintauchen des Menschen in seinem subtilen Körper. Ich habe erfolgreich Leute in die Trance geführt und zurückgeholt. 

Als wir ankamen saßen schon Leute in der Aula. Es war nichts Ungewöhnliches. Jeder setzte sich hin wo er wollte. Die Besucher waren ganz unterschiedlich. Frauen und Männer, junge und alte. Paare und auch eine Familie, Mutter Vater und Kinder. Zur Begrüßung fragte Mikhail mich in welche Richtung sich meine mentale Achse, meine Energiesäule, dreht. Er wusste nicht, dass ich, wenn nötig, meine Achse drehen konnte. Auf einen Zettel schrieb er mir mein Schwingungs-Mantra (Sanskrit). Er sagte mir ich solle es geheim halten. Ich lächelte, lehnte aber nicht ab. Es war wirklich ein sehr guter Rat, denn es könnte von außen missbraucht werden. Dann sprach Elena über Regression, was das ist und wozu und so weiter. Die ganze Veranstaltung war gut organisiert, ohne Druck, ohne Zwang, die Leute waren offen.

Ich hatte kein unangenehmes Gefühl oder sonst etwas. Es hat mir gefallen. Die Kommunikation erfolgte auf der Ebene des gegenseitigen Respekts.
Danach fingen wir an zu üben. Zunächst machten wir eine Meditation um uns zu entspannen und demonstrierten dann eine Regression. Mikhail brauchte einen Freiwilligen. Fast alle wollten auf die Bühne gehen und ihre Vergangenheit herausfinden. Mikhail wählte eine Frau aus. Sie ging auf die Bühne und setzte sich auf einen Stuhl neben ihm. Der ganze Raum war ruhig. Jeder konnte den Atem hören. Er begann die Regressions-Sitzung. Ich blieb in meiner Entspannungsmeditation (Trancezustand) und beobachtete was als nächstes passieren würde. Ab diesem Moment begann alles für mich spannend zu werden. Sobald die Frau begann in ihre Vergangenheit einzutauchen bekam ich Visionen – Bilder. Die Bilder, die die Frau sah und erzählte stimmten nicht ganz mit denen überein, die ich sah. Die Bilder waren anders.

Die Geschichte der Frau:
Sie sagte, dass sie im Mittelalter lebte. Sie war eine Schönheit aus einer adeligen Familie und engagierte sich für die Heilung. Sie wurde von einem Jäger mit einem Speer in die Leber getötet. Die Heilerin verfluchte den Jäger. In unserer Zeit wartet sie auf Vergeltung und Erlösung und der Mörder sitzt jetzt in der Aula. Das war die Geschichte der Frau.

Meine Geschichte, meine Bilder:
Seltsamerweise lebte ich auch im Mittelalter. In Deutschland irgendwo in der Nähe von Bremen. Ich war auf der Seite des Gesetzes, ein Polizist – ein Jäger. Ich hatte nach Mördern und Hexen gesucht. Mir wurde befohlen einen Mörder zu finden und vor Gericht zu bringen, wenn ich Erfolg hätte. Der Mörder stahl Kinder und tötete sie in einem schrecklichen Ritual. Ich schreibe Mörder, nicht „Hexer“ (Zweifler an Kirche, Heiler, Zauberei...). Meine Suche führte zu einer Frau und ich fand viele Beweise für ihre Schuld. Ich musste sie fesseln und vor Gericht bringen. Sie war wirklich sehr schön. Sie lebte in einem schönen Haus am Rande des Waldes. Ihre Morde waren grausam und blutrünstig. Die Mörderin trank das Blut der Getöteten. Ich fand sie im Keller ihres Hauses in dem die Leichen der Opfer herunter hingen und Blut tropfte. Der ganze Keller voller Blut. Diese „Heilerin“ tötete Kinder und sammelte Blut in Flaschen für sich und andere. Als ich das alles sah, verlor ich die Kontrolle über mich und tötete die Frau mit einem Speer in die Leber. Ich wartete bis sie verblutete und starb. Dann habe ich sie am Waldrand verbrannt.

Als ich das dem Publikum alles erzählte, hatte ich einen schrecklichen Schmerz in der Leber. Ich fragte Mikhail warum? Er konnte mir keine Antwort geben.
Die Frau sagte immer wieder, ich hätte sie getötet. War ich der Mörder? Vielleicht ja.

Für mich ist das ganze Erlebnis ein sehr interessanter Zufall. Ich habe diese Frau nie wieder getroffen.
Wenn Ihnen jemand sagt, dass er in einem früheren Leben eine Prinzessin oder ein Zauberer war, glauben Sie das nicht. Es ist nur eine Sichtweise. In früheren Leben starben die Menschen wie Fliegen. Das Leben war sehr unhöflich und grausam. Es gab viel Krieg und Blut.
Später besuchte ich wieder einmal einen Vortrag von Mikhail und Elena. Vielleicht schreibe ich über Mikhail ein anderes Mal. 

15/10/2019
©Andrew Buckin

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